Archäologische Vortragsreihe Nonnweiler

Datum: Mittwoch, 26. September

Uhrzeit 19.00 Uhr

Ort: Kolpinghaus Nonnweiler-Schwarzenbach

Referent: Hans-Peter Volpert, MA.

Thema: Der Bajuwarenhof Kirchheim - eine Idee, ihre Umsetzung, und Ziele

Veranstalter: Gemeinde Nonnweiler & Verein für Heimatkunde Nonnweiler in Kooperation mit der Terrex gGmbh

Ende des Jahres 2003 haben vier Münchner Archäologen das Projekt "Bajuwarenhof Kirchheim" ins Leben gerufen. Ziel ist es, das Leben der Menschen des 6. und 7. Jahrhunderts praxisorientiert und wissenschaftlich fundiert erfahrbar zu machen. Als Raum dafür dient ein bajuwarischer Hofverbund. Das 2005 als offizieller Beitrag der Gemeinde Kirchheim zur BUGA entstandene Haus ist inzwischen fertig und der Bau des Langhauses nimmt zusehens Formen an: Der Referent berichtet über dreieinhalb Jahre Museumsarbeit, von den ersten Studien bis zum inzwischen viel beachteten archäologischen Freilichtmuseum.

 

Infos: Tourist Info Nonnweiler; http://www.bajuwarenhof.de

Archäologische Vortragsreihe Nonnweiler

 

Datum:     Mi., 14. Nov.

Referentin:   Dr. Sabine Hornung, Uni Mainz, Institut Vor- und Frühgeschichte:

Thema:     Keltische Fürsten auf dem Hunnenring? - Neue Forschungen zu Gesellschaft, Handel und Wirtschaft der Eisenzeit.

 

Ort:      Kolpinghaus Schwarzenbach

Uhrzeit:        19.00 Uhr

Veranstalter:  Verein für Heimatkunde Nonnweiler in Kooperation mit Gemeinde Nonnweiler

 

Generalversammlung

Datum:     Sonntag 21. Oktober

Uhrzeit:        16.00 Uhr

 

Anschließend öffentliche Buchvorstellung um 17.00 Uhr mit Vortrag

    Autor: Helmut Weiler, Türkismühle;

        Band 45 der Hochwälder Hefte zur Heimatgeschichte, "Die Nagelschmiede-Industrie im Hunsrück"

Der Verein für Heimatkunde Nonnweiler e.V. stellt ihnen, verehrte Heimatfreunde und Leser, am 21. 10. 2007 um 17:00 Uhr im Kolpinghaus Schwarzenbach seinen neuen Band Nr. 45 der Hochwälder Hefte zur Heimatgeschichte, „Die Nagelschmiedeindustrie im Hochwald“ vor. Der Autor, Herr Helmut Weiler hat darin alle in den Archiven vorhandenen Daten zum Themenkomplex aufgearbeitet.

Die Nagelschmied senn lauter Lompen. Se saufen vill, se saufen vill. Se verkäfen ihren Hammer. Unn kloppen met’m Still.“ War es wirklich so, wie dieser oft kolportierte mundartliche Slogan uns erzählen will?

Alle Nagelschmiede besaßen eine kleine Landwirtschaft die vom Frühjahr bis zum Herbst ihre Arbeitskraft in Anspruch nahm. Die fortlaufende Erbteilung des bäuerlichen Kleinbesitzes reichte noch nicht einmal zur existenziellen Lebenssicherung. Daher wurde die Nagelherstellung zu einem Wirtschaftszweig von lokaler Bedeutung, er brachte, wenn auch in bescheidenem Umfang Bargeld in die bitterarmen Familien des Hochwaldes.

Die Genossenschaften der Nagelschmiede in Hermeskeil, Gusenburg und Nonnweiler wurden gegründet, um bessere geschäftliche Konditionen zu erlangen. Der Autor hat mit Akribie den genossenschaftlichen Aspekt des Themas aufgearbeitet

Eine der ersten urkundlichen Erwähnungen einer Nagelschmiede bezieht sich auf das Jahr 1648, als der Obermeier des Amtes Grimburg für sein Burggesinde 2 000 Schuhnägel anforderte.

In der Grafschaft Ottweiler werden Nagelschmiede 1695 – 1763, im Raum Merzig bereits 1586 erwähnt. Ende des 16. Jahrhunderts schlossen sich die Nagelschmiede in der Zunft St. Eligius zusammen. Sie stellten vorwiegend Nägel zum Bau von Schiffen her. Auch im Raum St. Ingbert wird das Nagelschmiedehandwerk schon früh erwähnt – 1791 sind dort drei Nagelschmiede nachweisbar.

Das Gewerbe der Nagelschmiede breitete sich rasch aus auf die umliegenden Orte, so neben Nonnweiler und Hermeskeil auch Sitzerath, Damflos, Thiergarten, Malborn, Züsch, Wadrill, Gehweiler, Oberlöstern, Kostenbach, Waldweiler, Thailen, Gusenburg, Grimburg und Kell. Während die ersten Nagelschmiede vor allem Band-, Schloß-, Schiefer- und Schiffsnägel herstellten und selbst vertrieben, wurden in den Orten um Nonnweiler und Hermeskeil in erster Linie Schuhnägel gefertigt. In diesem Raum wird die Zahl der in diesem Beruf tätigen Menschen laut Handelskammerbericht Trier aus dem Jahre 1861 mit 800 angegeben, die jährlich etwa 300 Millionen Nägel abgesetzt haben.

Das Buch, 156 Seiten mit 38 Farbfotos kostet bei der Buchvorstellung 12 €, Buchhandelspreis 13 € und ist beim Verein für Heimatkunde Nonnweiler e.V. Tel. 0683 / 7716 zu beziehen.

 

 

 

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Letzte Änderung am Freitag, 11. November 2011 Aktuelles

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